unsere Ehrenmitglieder

Helmut Gebhardt

Es war im Jahre 1965, als Helmut Gebhardt sich entschloss, Mitglied des Bundesspielmannszuges 1920 Lank-Latum zu werden und somit gleichzeitig in die Bruderschaft eintrat. Nach dem Weggang des bisherigen Tambourmajors Peter Nippen 1968 übernahm Helmut Gebhardt die Führung des Korps. Seinem unermüdlichen Einsatz, seiner Begeisterung und seiner fachlichen Qualität ist es zu verdanken, dass der Spielmannszug

danach regelrecht aufblühte. Ihm war sehr daran gelegen, dass sich der Korps nach außen hin als eine musikalische Einheit und mit taktgerechtem Auftreten präsentierte.

Ein großes Anliegen war ihm das Heranführen vieler Jugendlicher in die Welt der Musik, unzählige Ausbildungsstunden in den eigenen Wohnräumen hatten zur positiven Folge, dass der Spielmannszug einen großen Anteil junger Musiker in ihren Reihen vorweisen

kann. Als engagierter Trommler lag der Schwerpunkt der Gebhardt’schen Ausbildung im Üben von kleinem und großem Schlagwerk. Ihm ist das Vorhandensein des richtigen Taktgefühls vieler seiner Schüler zu verdanken. Unter seiner Führung hat sich der Bundesspielmannszug mit seinem präzisen Erscheinungsbild bei den Schützenfesten der Umgebung und dem umfang- und abwechslungsreichen Vortragsrepertoire nicht nur in der Bruderschaft, sondern auch im kulturellen Leben unserer Heimat verdient gemacht.

Zu erwähnen sei hier noch die langjährige Übernahme der Vorstandsarbeit im Spielmannszug, die jährlichen Familienausflüge am Vatertag und die beliebten Reisen in den Hunsrück oder zum Blumenkorso nach Bad Ems gehen auf seine Initiative zurück. Im Jahre 1998 gab Helmut Gebhardt den Tambourstab an seinen Nachfolger H. Guido Biegel weiter. Beim Vogelschießen im gleichen Jahr wurde Helmut Gebhardt von den Musikern des Spielmannszuges im Beisein der gesamten Bruderschaft zum Ehrentambourmajor ernannt.

Letztes Jahr fand noch eine besondere Ehrung statt. Trotz des kühlen und nassen Wetters fand sich beinahe die gesamte Bruderschaft auf der Gonellastraße zusammen, um ihrem Helmut zum 90. Geburtstag mit einem Zapfenstreich ein besonderes Präsent zu übermitteln.

Franz-Josef Prosegger

Die Mittelstraße in Latum war schon immer die Heimat unseres Ehrenmitgliedes Franz-Josef Prossegger, hier wuchs er, Jahrgang 1938, auf, im Grunde konnte nur eine Kompanie für ihn in Frage kommen. Bereits der erste Ehemann seiner Mutter, Gerhard Götzen, König beim großen Jubiläums-Schützenfest 1935, war Mitglied der Freischar. Die Aufnahme fand dann schon 1954 statt, zwölf Jahre später berief ihn Hauptmann Paul Bettendorf zu seinem Adjutanten. Dieses Amt bekleidete er bis 1984, um dann dessen Nachfolge anzutreten. Neuer Adjutant wurde schließlich Peter Beeser. Mit diesem neuen Leitungsteam kam frischer Wind in das Kompanieleben. Familienangehörige wurden in die Aktionen der Freischar integriert, in der schützenfest-freien Zeit organisierten die zwei Ausflüge der Kompanie in die nähere Umgebung, in jedem Sommer findet auch ein Kinder-Sommerfest für alle Freunde und Familienmitglieder der Freischar statt. Auch in der Öffentlichkeit erhielt die Freischar ein neues Profil. Hier sei nur das soziale Engagement der Freischar während der Barrikadenkämpfe genannt, wobei bei den Zuschauern mit einer Büchse Geld für die Lanker Kindergärten gesammelt wird. Dass es auch in Latum einen Dorfbrunnen gibt, haben wir der Idee Prosseggers zu verdanken, der seinen traditionsreichen Ortsteil gegenüber dem Lanker Marktplatz im Nachsehen wähnte. 

Schließlich geht der heute nicht mehr wegzudenkende Gang der Bruderschaft am Sonntag nach dem Vogelschießen in die Lanker Kreuzkirche auf einen Vorschlag von Franz-Josef Prossegger zurück. Auf diesem Gebiet ist die Lanker Bruderschaft Vorreiter im ganzen Rheinland gewesen. 

Auch hat sich Franz-Josef Prossegger nebenbei noch kleinere eigene Denkmäler geschaffen, viele Königsvögel, die heute die Festkeller der ehemaligen Schützenkönige in Lank zieren, entstanden mit seinen Händen, jeder Vogel für sich ein kleines Kunstwerk. Dank einer von ihm entwickelten neuen Technik, den Vogel nicht in Einzelteile erlegen zu müssen, können wir heute noch das Ergebnis seiner Holztechnik bestaunen. 

Nach Abschluss seiner aktiven Zeit als Rebellenhauptmann ernannte ihn die Kompanie im November 1998 zum Ehrenhauptmann, seit 2009 finden wir ihn in der würdigen Liste der Ehrenmitglieder der Bruderschaft. Zuletzt konnte Franz-Josef Prossegger seine langjährigen Erfahrungen bei der Erstellung der Lanker Königsburgen 2011 und 2013 einbringen.

Benn Davids

Unser Ehrenbrudermeister Benn Davids wurde 1943 in mitten einer in der Schützentradition tief verwurzelten Familie hineingeboren. Vater Heinrich diente schon seit der Zeit vor dem Krieg dem Schützengeneral Jean Hambloch als Adjutant. So war es schon selbstredend,

dass auch die Söhne schnell aktiv wurden im Schützenwesen. Vier Brüder Davids beschlossen nach Ende des Krieges, in Lank eine neue Gruppe in der Tradition der alten Husaren aufzubauen. 1957 fand der erste Auftritt in den bekannten Uniformen im Lanker Festzug statt. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums 1967 wurde Benn Davids wieder in Lank sesshaft und als aktives Mitglied bei den Grünen Husaren aufgenommen. Innerhalb der Kompanie übernahm er viele organisatorische Aufgaben, unter anderem fanden unter seiner und Josef Schlungs’ Regie die schönen Nikolaus - feiern mit Paul Bettendorf als Nikolaus im Saale Rademacher im Anschluss an die Kompanie-Versammlung im Dezember regen Zuspruch. 

Im Jahre 1984 kam dann mit Benn Davids als neugewählter General frischer Wind in die Bruderschaft. Mit dem Aufstellen eines Offizierscorps konnte er die vielfältigen und mit Anwachsen der Bruderschaft größer werdenden Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen. Als 1997 mit ihm der erste Schützenkönig aus den Reihen der Grünen Husaren ermittelt wurde, übertrug die Bruderschaft auf seinen Wunsch hin das Amt des Generals auf Mika Grubert. 

Ein Jahr später übernahm Benn Davids als Nachfolger von Franz Kupp als Erster Brudermeister die Leitung der Lanker Bruderschaft. Ihm ist es gelungen, mit seiner ruhigen und sachlichen Art die Bruderschaft auf solide und gesunde Beine zu stellen. Nach seiner beruflichen Pensionierung 2006 leitete er noch 2 Jahre die Bruderschaft, ehe er das wichtige Amt an seinen Nachfolger Jürgen Santen weitergab. Im Jahre 2012 wurde Benn Davids von der Generalversammlung der Bruderschaft zum Ehren-Brudermeister gewählt.

Peter Beeser

Das Ehrenmitglied Peter Beeser kam im Jahre 1938 mitten in Latum zur Welt und wurde schon früh mit dem Rebellenleben vertraut, denn Vater Willi war nach dem Krieg erster Hauptmann der Freischar und blieb dieses bis 1961. Peter Beeser trat 1951 der Kompanie bei und nahm als Fähnrich sofort den Platz neben der Standarte ein. Der langjährige Standartenträger Peter Santen starb viel zu früh im Dezember 1966, so ging dieses ehrenvolle Amt an Peter Beeser über, das er dann 15 Jahre ausübte. Als dann Schützenbruder Heinz Berrisch 1982 den Vogel von der Königsstange holte, bat er Peter, ihm als Minister zur Seite zu stehen. Während dieser Zeit ruhte praktisch sein aktives Rebellendasein, aber nur, um anschließend mit noch mehr Engagement sich dem Kompanieleben zu widmen. 

Der frisch gewählte Hauptmann der Freischar, Franz-Josef Prossegger, wollte ihn als seinen Adjutanten haben und er bekam ihn. Die Folge war eine schöne lange Zeit in der Kompanie, in der die Freischar viele Aktionen auch in der uniformfreien Zeit unter ihrer Leitung erlebte. Seine Auftritte als Düwel mit rasselnden Ketten in den Händen bei der kompanieinternen Adventsfeier sind nicht nur bei den Kindern „gefürchtet“. 

Bei der Fehdeansage 1999 erhielt Peter Beeser vom seinerzeitigen General Mika Grubert den bekannten Titel „Höllenhund von Latum“ verliehen. 2008 erhielt Peter Beeser im Rahmen des großen Kompaniejubiläums für seinen Einsatz die Ernennungsurkunde zum Ehrenadjutanten der Freischar. Schließlich war es in diesem Jahr der Bruderschaft eine große Freude, auch ihn in die Loge ihrer Ehrenmitglieder aufzunehmen.

Dieter Paulat

Auch der langjährige Schießmeister der Bruderschaft ist in diesem Jahr mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt worden. In Berlin 1939 geboren, ist er später mit seinen Eltern an den Niederrhein gekommen und wuchs in Uerdingen auf. Von hier aus erkundete er schon früh die nähere Umgebung, wobei es ihm oft in den Lanker Raum zog. So war es auch kein Wunder, dass er sich 1970 für seinen dauerhaften Wohnsitz den schönen Ortsteil Latum wählte. Über den lokalen Kegelclub in der Gaststätte Haus Latum fand er schnell Kontakt zu den Latumer Urgewächsen, besonders die Freischar hatte es ihm angetan. Leider stand der Aufnahme in diese Kompanie die schon erreichte maximale Mitgliederzahl von 21 Personen im Weg, so wurde er von der Kompanie Edelweiß angesprochen, dort sein Schützenglück zu probieren. Schon im ersten Jahr in der Kompanie übernahm er Verantwortung, als er vom Vorsitzenden Peter Fehmers, auch bekannt als „Fründs Pitter“, zu seinem Adjutanten befördert wurde. Als dann aus der Kompanie Heinrich Wankum 1974 das zweite Mal den Königsvogel von der Stange löste, übernahm Dieter Paulat zusammen mit Peter Fehmers die beiden Ministerämter und sie bildeten zusammen das Königshaus im großen Jubiläumsjahr der Bruderschaft. Das Aufstellen der Schießanlage und die ordnungsgemäße Durchführung des Vogelschießens oblag traditionsgemäß der Kompanie Edelweiß, so stellte sie auch den Schießmeister der Bruderschaft. 

Unter der Leitung von Rudi Dumke als Erster Schießmeister machte sich Dieter Paulat als sein Stellvertreter mit der Technik und den Tücken dieser Anlage vertraut. 1983 übernahm er dessen Funktion und sorgte dafür, dass weiterhin das Schießen der Bruderschaft in verantwortungsvollen Händen lag, auch die technische Abnahme der Anlage, die Bruderschaft konnte sich immer auf Dieter Paulat verlassen. Dieses Amt übte Dieter Paulat bis 2008 aus, ein Jahr vorher wurde ihm der Hohe Bruderschaftsorden überreicht. Als Mitglied im Offizierscorps trat er unter General Mika Grubert als Major der Bruderschaft in Erscheinung. Seinen Einsatz für den Schießsport innerhalb der Bruderschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, ein Ergebnis seines Engagements ist der Eigenbau von drei Lafetten für das Vogelschießen, die vorgeschrieben wurden. Für Dieter Paulat mehr neue Herausforderung als Hindernis, die er in vielen Stunden Eigenleistung auf seine ruhige und bescheidene Art löste.

Franz-Josef Radmacher

Mit Franz-Josef Radmacher wurde im Jahr 2015 ein Schütze mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet, der zeitlebens schon dem Schützenwesen verbunden ist. Der Beitritt zur Kompanie der Alten Schützen 1963 lag nahe, da schon sein Vater Balthasar Radmacher Mitglied dieser Kompanie war. So übernahm er wie schon sein Vater zuvor das Amt des Baas in der Kompanie in den Jahren 1977 bis 1993, gleichbedeutend mit dem 1. Vorsitzenden. Direkt zu Anfang seiner Tätigkeit oblag ihm zusammen mit der Kompanie die Organisation des 50-jährigen Kompaniejubiläums 1978. Zu diesem Anlass erfolgte auch auf seine Initiative hin die Restaurierung der alten Bruderschaftsfahne durch Frau Elisabeth Moris aus Latum. Seitdem wird diese Fahne zusätzlich zur offiziellen Fahne bei den Antritten der Bruderschaft als zweite Fahne von den Mitgliedern der Alten Schützenkompanie mitgeführt. 

Als Vorsitzender des Heimatkreises Lank e.V. sorgte sich Radmacher um ein ortsprägendes Gebäude mitten in Lank-Latum, das schon seit vielen Jahren als Ruine dem Verfall anheim zu fallen drohte, die Teloy-Mühle. Viele zupackende Hände aus der Lank-Latumer Handwerkerschaft, darunter ein großer Teil der Alten Schützen machten aus dem abseits stehenden und fast vergessenen Bau ein wahres Schmuckstück in Lank, heute mitunter das kulturelle Vorzeigeobjekt unserer Stadt. Die regionale Ortsgeschichte war seit jeher ein Steckenpferd von Radmacher, er steuerte den größten Teil der historischen Beiträge in den Festheften der Bruderschaft bei, angefangen zum Jubiläumsfest 1975. Nicht zuletzt das Heimatbuch Lank-Latum von 1975, inzwischen leider nicht mehr erhältlich, offiziell von der Bruderschaft herausgegeben, ist auf seine Idee und unter seiner Leitung und Mitwirkung entstanden. Seine berufliche Tätigkeit als Berufsschullehrer und Rektor führte dazu, dass er zu den jährlichen Versammlungen der Schützen als 2. Brudermeister den Tätigkeitsbericht des Vorstandes erstellte und dort verlas, öfters mit einem gewissen Unterton in der Formulierung. 

Leider ist ihm der goldene Königsschuss in Lank nie gelungen, aber dennoch durfte er im Kabinett des Königs von 1979 Karl Zens als  Finanzminister royale Luft genießen. Im Jahre 2003 verlieh ihm die St. Sebastianus-Bruderschaft für sein Engagement für unseren Ort den Heimatorden der Bruderschaft. Ab 2015 darf er sich nun Ehrenmitglied der Bruderschaft Lank nennen.

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